Rezension | Jessica Sorensen - Nova & Quinton. True Love

Donnerstag, Oktober 30, 2014

Heyne | 399 Seiten | Band 1 | Taschenbuch | 8,99 EUR

Als Teenager wollte Nova Drummerin werden und ihre große Liebe Landon heiraten. Aber dieser Traum wurde in einem einzigen Moment zerstört. Nova ist überzeugt, dass sie nie wieder jemanden lieben wird. Bis sie den unverschämt attraktiven Quinton Carter kennenlernt. Er fasziniert und verwirrt sie. Und Nova ahnt, dass sie besser die Finger von ihm lassen sollte ...

MEINE MEINUNG
In Jessica Sorensens neues Buch treffen zwei gleiche Welten aufeinander, die bei den Protagonisten schmerzliche Erinnerungen hervorrufen. Wer die Bücher von Jessica Sorensen kennt, kennt auch ihre Geschichten. Nova und Quinton haben hier in Band 1 auch eine Menge durchzustehen und sie tragen ziemlich viel negativen Ballast aus der Vergangenheit mit sich herum. Ich möchte schon fast sagen, dass es diesmal ein bisschen zu viel des Guten war. Die ganze Stimmung im Buch ist bedrückend, dunkel und ich hatte manchmal das Gefühl wie die Charaktere gleich selbst depressiv zu werden. In der Geschichte geht es viel um die Erinnerungen aus der Vergangenheit, die die beiden immer wieder einholen und der Verlust von geliebten Menschen. Auch erlebt man mit, wie Nova und Quinton sich langsam annähern, obwohl beide offensichtlich noch nicht bereit dazu sind.

Nova Reed hat den Selbstmord ihres Freundes Landon noch immer nicht verkraftet. Um aus ihrer Heimstadt verschwinden zu können, beginnt sie eher herzlos ein Studium und versucht sich mit einem Videoprojekt und Psychologiebüchern abzulenken und die Tat von Landon nachzuvollziehen. Ungefähr zur gleichen Zeit hat Quinton Carter seine Freundin Lexi auf tragische Weise verloren. Seitdem bewältigt er seine Trauer mit exzessiven Drogenkonsum, sinnlosem Sex und Selbsthass. Ich kann nicht recht sagen, ob ich die zwei mochte. Einerseits taten sie mir Leid, mit dem ganzen Mist aus ihrer Vergangenheit. Andererseits waren sie einfach zu zerstört, zu fertig mit der Welt,  woran sie aber ehrlich gesagt selbst nicht ganz unschuldig sind. Klar, der Verlust eines geliebten Menschen tut weh, aber so wie die zwei damit umgehen ist es keineswegs gesund.

Der Schreibstil lässt sich wie immer problemlos und flüssig lesen. Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Nova und Quinton in der Ich-Perspektive erzählt. Was auch der Grund dafür ist, dass man diese negativen und depressiven Gefühle und Gedanken der beiden genau mitbekommt und fühlt. Man kann sich einfach immer gut in die Personen hineinversetzen.

FAZIT
"Nova & Quinton. True Love" ist wohl das bisher heftigste Buch der Autorin. Einerseits war ich wieder gefesselt von der Geschichte und habe mit den Charakteren mitgelitten. Andererseits war der Vergangenheits-Ballast und die depressive Stimmung einfach zu viel. Man kann nur hoffen, dass es in den Folgebänden für Nova & Quinton besser läuft.

3/5 Punkte

REIHENINFORMATION
Nova & Quinton
Band 1: True Love | Band 2: Second Chance | Band 3: No regrets

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