Im Gespräch: Henrike Spohr

Mittwoch, September 10, 2014


Steckbrief
Name: Henrike Spohr
Geburtstag: 28.02.1975
Geburtsort: Heilbronn
Aktueller Wohnort: Heilbronn
Bildquelle: Emons Verlag

Autorenleben
Seit wann schreibst du und wie bist du dazu gekommen?
Ich schreibe seit drei Jahren und eigentlich war das öde Fernsehprogramm daran schuld, dass ich anfing zu schreiben. Mein Mann und ich unterhielten uns darüber, wie ein Film (erst mal kein Buch) sein müsste, damit er uns so richtig fesseln würde. Dabei berücksichtigten wir die Atmosphäre, die Handlung, die bitte mal ohne großes Gemetzel auskommen sollte usw. So entstand allmählich der Plot meines Debüts. Es entwickelte sich zu einem regelrechten Hobby, dass wir abends zusammen saßen und die Geschichte besprachen. Bis mein Mann dann eines abends sagte: „Warum schreibst du nicht einfach ein Buch?!“ Da hat's bei mir *klick* gemacht und ich hab angefangen zu schreiben

Wo schreibst du am liebsten? Hast du besondere Rituale beim Schreiben?
Ich habe da nicht so eine große Wahl. Ein Arbeitszimmer habe ich nicht, daher habe ich zuerst am Esstisch geschrieben und inzwischen schreibe ich in der Küche, an einer Arbeitsplatte unter dem Fenster. Ich weiß nicht, ob man das Ritual nennen kann, aber ich habe da so meinen relativ festen Rhythmus. Zuerst bringe ich die Kinder in die Schule, dann räume ich eine Runde auf und mache das Nötigste, danach trinke ich auf der Terrasse einen Kaffee und versetze mich in die Stimmung, die ich zum Schreiben brauche. Ich tauche langsam ein in die Welt des Plots, was immer eine ganze Weile dauert. Viel Zeit zum wirklichen Schreiben, habe ich dann meistens gar nicht mehr und bin froh, wenn ich zwei oder drei Seiten schaffe.

Was für ein Gefühl war es, als dein erstes Buch veröffentlicht wurde?
Ich war ja schon lange darauf vorbereitet, weil ich den genauen Termin kannte und daher war das Gefühl zwar ein sehr gutes, aber nicht zu vergleichen mit dem Gefühl, als ich den Verlagsvertrag bekam. Da war ich wahninnig euphorisch!

Lässt du in deine Figuren auch Persönliches aus dem Bekanntenkreis oder von dir selber einfließen?
Bestimmt fließt da auch Persönliches mit ein und auch Dinge, die man so mit bekommt, aber nicht in dem Sinne, dass man sich fest daran orientiert. Manche Dinge fließen auch unbewusst in das Schreiben ein. Ich war gerade erst gestern sehr überrascht, als ein Freund mir sagte, dass eine Szene eine Anspielung auf ein Buch enthält, dass wir beide in unserer Jugend gelesen haben. Mir war das gar nicht klar, ich hatte seit Jahren nicht mehr an das Buch gedacht, aber als er es sagte, ging mir ein Licht auf! Natürlich bediene ich mich auch aus persönlichem Wissen und Erfahrungen. Ich male zum Beispiel selber sehr gerne, wenn Zeit ist, daher habe ich auch die Passagen, in denen Tamara malt, sehr gerne geschrieben. Außerdem interessiere ich mich sehr für Psychologie, habe schon als Jugendliche Fachbücher verschlungen und kann mir eigentlich nichts Spannenderes vorstellen, als das, was unter Extrembelastungen mit der menschlichen Psyche passiert.

Gibt es derzeit neue Projekte? Worauf dürfen wir uns in Zukunft freuen?
Inzwischen gibt es sogar drei neue Projekte. Geplottet sind alle, bei zweien habe ich auch schon angefangen zu schreiben. Parallel werde ich das aber nicht machen, ich habe mich nun für eines der Projekte entscheiden. Alle drei Projekte sind wieder Psychothriller und enthalten aber auch Anteile eines Psycho Dramas.

Privatleben

Was war als Kind dein Traumberuf?
… ich schwankte zwischen Frisörin und Truckfahrerin! 

Welches Genre liest du selbst am liebsten?
Ich lese am liebsten Psychothriller. So richtig freut es mich, wenn der Fokus nicht auf Blut und Gedärmen, sondern auch wirklich auf der Psychologie liegt. 

Wie sieht ein perfekter Tag für dich aus?
Ausschlafen, draußen scheint die Sonne, dann eine Runde Schwimmen, die Wohnung hat sich inzwischen selbst aufgeräumt und wenn ich nach Hause komme, steht da ein Kaffee. Den trinke ich, danach schreibe ich drei Stunden. Mittags dann was mit den Kindern unternehmen und den Kopf abschalten! Abends sitze ich dann mit meinem Mann auf der Terrasse, trinke ein Glas Wein und wir reden über den nächsten Plot. 

Weißt du noch, welches das erste Buch war, das du gelesen hast?
Ja, ein Schulbuch. Es hieß „Der Sonne Licht“. 

Gibt es einen Wunsch bzw. einen Traum, den du dir noch erfüllen möchtest?
Ich würde gerne mal nach Grönland reisen und außerdem will ich, sobald die Kinder groß sind und auch mal alleine bleiben können, die Tornado Alley besuchen und mit Sturmjägern auf Tour gehen. 


Danke liebe Henrike, dass du dir die Zeit genommen hast
 meine Fragen zu beantworten! Ich freue mich auch schon auf deine
zukünftigen Projekte :)

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1 Kommentare

  1. Huhu meine Liebe,
    ein wirklich sehr gelungenes Interview, dass die Autorin mir nun noch sympathischer gemacht hat!
    Was ich hier noch interessant gefunden hätte, wäre die Nennung eines ihrer Lieblingsbücher. Da sie ja auch gerne Thriller liest, hätte es hier vielleicht einen tollen Tipp gegeben!
    Freu mich jedenfalls schon auf die nächsten Interviews!
    Fühl dich gedrückt!
    <333

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