Rezension | Cecelia Ahern - Hundert Namen

Samstag, Januar 25, 2014

Katherine Logan (genannt Kitty)  ist eine junge und eigentlich professionelle Journalistin. Ihr Leben geht gerade jedoch ziemlich den Bach runter und Kitty versucht verzweifelt, sich durch das Leben zu kämpfen und es wieder in Ordnung zu bringen. Sie hat bei ihrem Job als Fernsehjournalistin einen großen Fehler gemacht, indem sie eine Geschichte falsch recherchiert und damit einem Mann das Leben zerstört. Als Kitty es endlich schafft, ihre im sterben liegende Freundin Constance im Krankenhaus zu besuchen, erzählt diese ihr von einer Idee für einen neuen Artikel für die Zeitung, die ihr gehört und für die Kitty seit Abschluss ihres Studiums arbeitet. Noch bevor Kitty genaueres über den Artikel erfahren kann, verstirbt Constance. Kitty möchte unbedingt Constances letzten Artikel schreiben, doch als sie den Umschlag öffnet findet sie nur eine Liste mit 100 Namen. 100 Menschen, die anscheinend nichts miteinander zu tun haben und die sich untereinander auch nicht kennen. Kitty hat keine Ahnung was sie damit anfangen soll, trotzdem fängt sie an verschiedene Leute auf der Liste zu kontaktieren und schließlich erkennt sie die Idee ihrer Freundin, die ihr Leben komplett verändert und ihr die Augen öffnet.

MEINE MEINUNG
Die Geschichte um Kitty Logan ist eine typische Ahern-Geschichte. Sie ist humorvoll, hat ihren eigenen Charme und ist dabei aber gleichzeitig tiefgründig und bringt einen zum Nachdenken. Zum Nachdenken über sein Leben, seine Träume und Wünsche.

Hauptprotagonistin Kitty war am Anfang ein unsympathischer Charakter. Sie war kühl, egoistisch und die ganze Zeit total Ich-bezogen. Dabei hat sie nicht einen Gedanken an den Menschen verschwendet, dessen Leben sie durch ihre falschen Recherchen zerstört hat. Aber je weiter man liest, desto mehr merkt man die Wandlung, die Kitty durchmacht und wie sie durch Constance und den Artikel zu sich selber zurückfindet. In dem Buch lernt man natürlich nicht alle 100 Personen kennen, die auf der Liste stehen. Das merkt man spätestens bei der Hälfte des Buches, als Kitty gerade mal mit 2 Personen gesprochen hat. Davon mal ganz abgesehen, wäre es wirklich zu viel gewesen, alle 100 Personen kennenzulernen. Kitty spricht mit 6 Leuten von der Liste. Und die Geschichte, die jede einzelne der Personen hat, ist wirklich interessant. Die Geschichten der Personen waren zeitweise interessanter als Kitty selber. Zudem sind die Menschen, die Kitty trifft, alle so wunderbar von der Autorin beschrieben, dass sie auf mich total liebenswürdig wirkten.

Der Schreibstil ist wie immer einfach, aber sehr schön zu lesen um sich fallen und verzaubern zu lassen. Für mich persönlich war der Anfang jedoch etwas holprig und mir war teilweise nicht ganz klar, wo das alles hinführen soll. Auch hat es mir ein bisschen zu lange gedauert, bis Kitty die Liste mit den 100 Namen hatte und angefangen hat zu recherchieren und die Leute zu treffen. Die Handlung an sich nimmt aber spätestens ab der Mitte des Buches ziemlich viel Spannung auf, sodass ich mich auch immer mehr für die Geschichte und der Idee dahinter begeistern konnte.Das Ende blieb lieder ziemlich offen, sodass einige Fragen und Dinge ungeklärt blieben. An der Stelle hätte ich mir schon gerne einen Epilog gewünscht, wo zumindest kurz erläutert wird, wie es weitegeht, um die Geschichte wirklich abzuschließen

ABSCHLUSSWORT
Eine Geschichte, die einem gut tut, die einen glücklich macht und die einem vor Augen führt, dass das Leben immer irgendwie weitergeht und man wieder glücklich werden kann! 

 4/5 Punkte

Fischer Krüger - 395 Seiten - Einzelband - Hardcover - 16,99 EUR

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